Aus diesem fragwürdigen Grund zeigt Victoria's Secret keine Transgender und Plus Size-Models

Das macht die Marke gleich viel sympathischer ... nicht.

Man mag meinen, dass bei den meisten Firmen mittlerweile angekommen sein sollte, dass es keine ideales Schönheitsideal gibt. Doch leider versäumen es nach wie vor die meisten großen Konzerne, alte Muster zu durchbrechen und umzudenken.
Jahrelang hat sich der Lingerie-Gigant Victoria’s Secret nicht zu den Vorwürfen geäußert, nur dünne, sportliche Models einzustellen.

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Ed Razek, Cheif Marketing Officer des VSs Mutterkonzerns, erzählte in einem Interview mit der Vogue, weswegen sie keine Transgender und Plus Size Models einstellen. Auf die Frage: “Sollten Sie nicht Transsexuelle in der Show haben?“ antwortete er: “Nein, ich glaube nicht, dass wir das sollten. Weil die Show eine Fantasie ist. Es ist ein 42-minütiges Unterhaltungsangebot. Das ist es. Es ist das einzige seiner Art in der Welt, und jede andere Modemarke der Welt würde es in einer Minute brauchen, einschließlich der Konkurrenten, die auf uns einwirken. Und sie verspotten uns, weil wir der Anführer sind.“

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Er betonte allerdings auch, dass sie im Jahre 2000 ein Special mit Plus Size Models geplant hatten, aber “niemand hatte Interesse daran, genauso wenig wie heute“.
Kein Wunder, dass viele in der Modebranche Victoria’s Secret mittlerweile boykottieren. Größen wie Andreja Pejic (Transgender-Model aus Australien) äußerten sich auf Social Media empört über Razeks Statement.

Zu recht. Wer definiert denn, was “Fantasie“ ist? Woher nimmt man das Recht, Menschen so heftig in Schubladen zu stecken?
Meiner Meinung nach tut Razek seinem Unternehmen damit überhaupt keinen Gefallen. Nachdem VS schon 2016 Bademode, Kleidung und Accessoires aufgegeben hat (Glamour ), wird das Image der Marke vermutlich nur noch weiter leiden.



Sonntag, 11. November 2018