Rapper Kontra K wurde wegen Raserei auf dem Berliner Kurfürstendamm festgenommen

Ist das wirklich das Standardvorgehen bei Leuten, die wegen Geschwindkeitsüberschreitung angehalten werden?

Am vergangenen Donnerstag wurde der Berliner Rapper Kontra K auf dem Berliner Kurfürstendamm von der Polizei angehalten, weil er – laut Aussage der Polizei – in seinem Mercedes AMG zu schnell die Busspur runtergebrettert sei und dabei andere Autofahrer gefährdet habe. In einem Interview, dass Kontra K einen Tag später dem Radiosender Jam FM gab, behauptet er, nicht zu schnell gefahren zu sein: ‘’__Ich habe jemand überholt auf der Busspur, aber ich war auch nicht schnell. Nur an der Ampel habe ich mich vor die anderen gesetzt__’’. Aber ganz ehrlich, jeder von uns, der schon mal beim zu schnell Fahren erwischt wurde, weiß, dass man das eher selten zugibt.

Und auch wenn wir Raser im Straßenverkehr scheiße und es völlig okay finden, wenn diese dafür zur Rechenschaft gezogen werden, ist es nicht die vermeintliche Geschwindigkeitsüberschreitung von Kontra K, die uns bei diesem Vorfall verstört hat, sondern das Verhalten der Polizei. Wie ein Handy-Video zeigt, ist der Rapper, nachdem er angehalten wurde, von mindestens zehn Beamten umringt, die ihn nach kurzer Diskussion und ohne dass er diese in irgendein Form angegriffen hat, gewaltsam zu Boden drücken. Ist das wirklich das Standardvorgehen bei Leuten, die wegen Geschwindkeitsüberschreitung herausgezogen werden? Wir bezweifeln es.




Laut Medienberichten muss sich Kontra K nun wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. Ersteres ist aus unserer Sicht auf dem Video nicht eindeutig erkennbar. Auf Instagram zeigte sich Kontra K trotz des fragwürdigen Einsatzes der Polizei jedoch schon am Freitag wieder sehr versöhnlich: ‘’__Da ist nichts passiert. Die machen auch nur ihren Job. Ich treff‘ mich mit denen.__’’
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Montag, 23. Juli 2018